Berlin - Rostock
Nach erholsamen und erfahrungsreichen Tagen in Potsdam und Berlin mit tollen Couchsurfing-Gastgebern breche ich auf zur Etappe Berlin - Rostock. Ich bin erholt und freue mich aufs Radfahren. Ein kurzer Blick zurück auf meine ersten Erfahrungen als Couchsurfer: es ist toll, von fremden Menschen so freundlich und offen aufgenommen zu werden, wie ich es in den letzten Tagen erlebt habe. Ich habe interessante Menschen getroffen, tolle Gespräche geführt, spannende Ansichten ausgetauscht, ruhige Momente genossen, Gastfreundschaft erlebt und Reiseerlebnisse geteilt. Ich kann nur jedem aufgeschlossenen Menschen wünschen, dass er eben solche Erfahrungen macht und sich auf die Begegnung mit anderen freimütig einlassen kann. Denn dann werden es besondere Momente.

Ich folge nun dem Radfernweg "Berlin - Kopenhagen" durch Brandenburg und Mecklenburg. Hier sind nun schon mehr Radwanderer unterwegs. Zwei Paare treffe ich jeden Tag mehrmals.

Durch die Uferbereiche an den vielen Seen führen manchmal Stege. Die Landschaft ist auch auf diesem Stück wieder großartig. Hügelige Weite wechselt sich mit dichten Laub- und Nadelwäldern ab. Die Wege sind mal breit und asphaltiert, mal schmal und verschlungen.

Die Sonne scheint zwischendurch mal, weiterhin begleitet von kaltem Wind.

Kaum in Mecklenburg rolle ich immer öfter über die mir vertrauten Sandwege. Und es dauert nicht lange bis ich die ersten Kraniche auf einem Feld beobachten kann. In den Steilhängen einer kleinen Sandgrube nisten hunderte Mauersegler und fliegen ständig mit Futternachschub in die kleinen Bruthöhlen. Ich freue mich darüber, das Fernglas mitgenommen zu haben. Auch Rehe, Gänse und Greifvögel kann ich immer wieder beobachten.

Pause am Wegesrand. Ich genieße sowohl die Rast im Wald wie auch Ausflüge in Cafés und süße Einkäufe in Bäckereien.
So vergehen die fünf Fahrtage bis Rostock schnell. Und da das Wetter wieder nasser werden soll und meine Beine dringend einen Ruhetag brauchen, beschließe ich den Zwischenstopp in Hamburg vorzuziehen und fahre mit dem Zug dorthin.

Bei einem Ausflug mit Tom zu Globetrotter erweist sich meine Jacke als absolut wasserdicht (3.000 mm Wassersäule). Toller Service und wirklich gute Beratung von einem sehr freundlichen Mitarbeiter. Dass ich vor einigen Tagen so nass wurde, muss an der Kondensation an der Innenseite der Jacke liegen, die durch die niedrigen Temperaturen noch begünstigt wurde. Na, dann mag ich meine tolle Jacke eben doch wieder.
Ich genieße das komfortable Leben bei einem Freund, packe die Ausrüstung um, unternehme Ausflüge mit Tom und denke über den weiteren Reiseverlauf nach. Gut geht es mir.
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- 20. May 2010 - 13:14
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Salam aleikum Andreas,
gibt es da vielleicht bezüglich der Regenjacke einen Zusammenhang zwischen Kondensation und Kondition und die ständig lockere Rändelschraube D der externen Schaltasteuerung von zuvielem Eisenbahnfahrgerüttel?
( Meine Rändelschraube D ist noch nie im Zug gefahren,
will sagen: SIE SITZT HANDFEST )
Schöne aussagekräftige Bilder und Geschíchten!
- Kennt man die Bäume nicht, behandelt man sie alle wie Feuerholz.-
(aus Uganda)
Inschallah u.a. auch für Tom
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